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Donald

Donald hat seinen ersten Auftritt in einem Cartoon der Serie Silly Symphonie. Der Donald von damals ist ganz anders als der, den wir heute kennen: Der Schnabel war lang und dünn, Arme und Hände ähnelten eher Flügeln, und er bewegte sich steif und ungelenk. Damals war Donald eine einfach gestrickte Figur in Begleitung eines faulen Schweinchens. Doch schon nach einigen Auftritten in tragenden Nebenrollen an Mickys Seite ab dem Cartoon „Mickys Platzkonzert“hat Donald die Sympathien des Publikums erobert und stiehlt seinem berühmten Freund und Rivalen oft die Show. In den Comic-Geschichten erscheint Donald zunächst 1934 in den von Al Taliaferro gezeichneten Sonntagsseiten der Silly Symphonies. Floyd Gottfredson lässt ihn schließlich am 10. Februar 1935 auf Micky Maus treffen. Aber die große Wende in Donalds Geschichte erfolgt 1942 durch Zeichner-Genie Carl Barks, der nicht nur den Charakter der Figur ausbaut, sondern um sie herum eine Welt von Nebenrollen und eine ganze Stadt (Entenhausen) erschafft, die von vielen neuen Figuren bevölkert wird. Unter den Ersten ist Onkel Dagobert. 1969 wird in Italien nach einer Idee von Elisa Penna die Donalds Geheimidentität, Phantomias, der maskierte Rächer geschaffen.

Einerseits ist er feige, andererseits mutig und dabei faul und jähzornig. Er ist von natürlicher Impulsivität und das treibt ihn in tausende unglaubliche Abenteuer, die sich aus seinem alltäglichen Leben ergeben. Sein immer währender Kampf mit dem Leben, den er meist mit einem Lächeln auf dem Schnabel ausficht, macht ihn zu der Figur der Disney-Welt, mit der wir uns alle identifizieren können.

bwohl er einer der ältesten und wahrscheinlich der beliebteste aller Disney-Charaktere ist, gibt es über Donald Fauntleroy (so sein offizieller zweiter Name) Duck nur wenig gesicherte Informationen.

Laut Don Rosa wurden er und seine Zwillingsschwester Della am 9. Juni 1920 als Kinder von Dagobert Ducks Schwester Dortel und Dorette Ducks Sohn Degenhard geboren. Sie wuchsen offenbar in oder in der Nähe von Entenhausen auf, wie zwei Erlebnisse aus Donalds Jugend beweisen. Die erste dieser Szenen zeigt Donald Anno 1930, wie er das erste Mal seinen Onkel Dagobert »trifft« - im wahrsten Sinne des Wortes ("Der Geschäftsmann ohne Gewissen"). Dies ist auch gleichzeitig das letzte Mal für lange Zeit, dass Dagobert überhaupt Kontakt mit seiner Familie hat. So findet denn auch Gustavs Geburtstag in "Gustav, der Pechvogel" (der aufgrund des Alters von Donald, Della und Gustav vermutlich im gleichen Jahr stattfindet) ohne den reichsten Mann der Welt statt. Schon damals hat sich Donald mit seinem Vetter Gustav nicht wirklich verstanden, da er auf dessen unverschämtes Glück ziemlich neidisch war.

Die Zeit bis in die 1940er liegt völlig im Dunkeln. Jedenfalls wissen wir nicht, wann Donald von zu Hause ausgezogen ist, ob und, wenn ja, welchen Beruf er erlernt hat.

Um das Jahr 1943 war er in Mexico, um mit José Carioca und Panchito Pistoles als "Die drei Caballeros" auf Tour zu gehen und jede Menge Senoritas kennen zu lernen. Die Senorita für's Leben fand er Ende der 40er, und seither ist er mit Daisy Duck verlobt, ohne jedoch den entscheidenden Schritt zu tun (bis 1967 sind die zwei allerdings verheiratet, wie ein Blick in die Zukunft zeigt). Etwa 1947 hat Donald die Drillinge seiner Schwester zu sich genommen. Anfangs konnten sich Tick, Trick und Track nur schwer damit abfinden, von nun an bei ihrem Onkel leben zu müssen, doch nachdem sie 1948 dem Fähnlein Fieselschweif beigetreten sind, sind die drei wahre Musterknaben. Weihnachten 1947 hat sich Donald auch mit seinem Onkel Dagobert ausgesöhnt, den er, wie bereits gesagt, seit Jahren nicht mehr »getroffen« hat.

Immer noch im Clinch liegt er allerdings mit seinem Vetter Gustav und Nachbar Zorngiebel, wobei man sich fragen muss, ob das nicht eher eine Art Hobby oder Sport für beide Seiten ist. Apropos Hobby. Sein liebstes Stück (neben Daisy) ist natürlich Donalds selbstgebauter 313, der aus diversen Oldtimern zusammengebastelt wurde. Gleich danach kommt sein zweitgrößtes Hobby: faulenzen.

Beruflich macht er mal dies, mal das. Häufig arbeitet er für seinen Onkel Dagobert, was sich meist auf Münzen polieren oder Packesel bei einer der zahllosen Schatzsuchen seines Onkels beschränkt. Auch Donalds Scharfblick (siehe "Scharfblick schützt vor Schaden nicht") ist für seinen Onkel oftmals äußerst hilfreich. Trotz allem, was Donald Duck für seinen Onkel geleistet hat, ist er doch über eines nie hinaus gekommen: 30 Kreuzer pro Stunde.

In "Kein Tage wie jeder andere" erfahren wir, was aus Dagobert, Tick, Trick und Track, Daisy, Gustav, Franz, Oma Duck und Daniel Düsentrieb geworden wäre, wenn Donald nie geboren worden wäre.

Persönlichkeit

Der glücklose und aufbrausende Donald, der meist arm wie eine Kirchenmaus ist, und der - von seinem reichen Onkel Dagobert zu jeder erdenklichen Arbeit gezwungen - eine niemals endende Liste von Pflichten abarbeiten muss, ist die sympathischste, menschlichste und nach wie vor zeitgemäßeste Figur der Disney-Familie.

Fortbewegungsmittel

Sein treuer 313.

Besondere Merkmale

Für kurze Zeit wurde Donald mit schwarzen Füßen gezeichnet, und zwar in dem Zeichentrickfilm „Karlo, der Hundedieb“ von 1934, in dem Micky Maus den Fall eines von Kater Karlo angezettelten Hunderaubs lösen muss, und auch in einigen von Floyd Gottfredson gezeichneten Comicstrips, in denen Micky Maus Journalist ist.


Deutsche Synchronisation: Peter Krause